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2. Weltkrieg Schusswaffen

Waffenfunde 2. Weltkrieg

Waffenfunde 2. Weltkrieg.

Waffen der 7. SS Division 'Prinz Eugen'. Hülse deutsche 88 mm Flak, deutsche Eierhandgranate, italienisches Carcano Bajonett, deutsche MP 40 Maschinenpistole, italienisches Carcano Gewehr, deutsche K98 Munitionstasche für 3 Munitionsstreifen à 5 Patronen, Transportgestell 88 mm Granaten.

Deutsches Gewehr 98

Das Gewehr 98 war die Standardwaffe des deutschen Infanteristen im 1. Weltkrieg. Sein Name rührt daher, dass es 1898 in Dienst gestellt wurde. Eine kürzere Version, der Karabiner 98, war die Standardwaffe im 2. Weltkrieg. Eine sehr erfolgreiche, noch heute beliebte Konstruktion.

Gewehr 98 Fundzustand

Gewehr 98, Fundzustand.

Gewehr 98 gereingt.

Gewehr 98, gereinigt.

Gewehr 98 Hersteller Logo (Mauser)

Gewehr 98 Mauser Logo.

Gewehr 98 Oberseite

Gewehr 98 Oberseite.

Italienisches Carcano Gewehr 1

Das Carcano 6.5 mm war das italienische Standardgewehr im 2. Weltkrieg. Es wird im Vergleich zu seinen französischen, deutschen oder russischen Konkurrenzmodellen als unterlegen angesehen. In den letzten Tagen des 2. Weltkriegs, als alles und jeder in den Dienst gezwungen wurde, erhielten sekundäre Einheiten wie der Volkssturm solche Waffen.

Gemäß der verdächtig oberflächlichen Untersuchung des Attentats auf John Fitzgerald Kennedy wurde dazu diese Billigwaffe verwendet.

Carcano Gewehr Fundzustand

Carcano Nr. 1. 6.5 mm. Fundzustand

Carcano Gewehr. Gereinigt.

Carcano Nr. 1. 6.5 mm. Gereingt. Detail.

Carcano Gewehr 2. Verbogener Lauf.

Dieser Fund ist ein nettes Symbol für den besten Teil des Krieges - das Ende. Das Gewehr wurde von jemandem verborgen und entsorgt, für den der Krieg vorbei war. Fundstory.

Carcano Gewehr 2. Fundzustand

Carcano Nr. 2. 6.5 mm. Verbogener Lauf.

Fundzustand.

Carcano Gewehr 2. Gereinigt

Carcano Nr. 2. 6.5 mm. Verbogener Lauf.

Gereinigt.

Deutsche MP 40 Maschinenpistole

MP 40 Bodenfund. Gereinigt.

Für den Nahkampf wie in Stalingrad ist die Maschinenpistole sehr gut geeignet. Die deutsche MP 40 war schlechter als ihr russisches Gegenstück, die PPSH 41 (s.u.). Deshalb verwendeten deutsche Soldaten an der Ostfront lieber erbeutete PPSHs, wenn möglich.

Die Waffe war Gewalt ausgesetzt. Sie war in zwei Teile zerbrochen, als sie gefunden wurde.

Russische PPSH 41 Maschinenpistole

Die PPSH 41 war eine sehr erfolgreiche russische Maschinenpistole. Verläßlich, genau, einfach zu fertigen. Diese wurde in der Nähe einer Rückzugsroute einer SS Division gefunden. Fundstory.


PPSH 41Fundzustand.

PPSH 41, Fundzustand

PPSH 41. Gereinigt

PPSH 41, gereinigt

Deutsches Karabiner 98 (K98k) Gewehr

Der K98k oder Karabiner 98 war die Standardwaffe des deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg. Es war eine gekürzte Version seines oben gezeigten Vorgängers Gewehr 98. Eine sehr erfolgreiche Konstruktion, trotz seines Alters von etwa 100 Jahren noch immer im Gebrauch von Sportschützen und einigen Armeen der 3. Welt.

K98k Fundzustand

Karabiner K98k, Fundzustand, 2. Weltkrieg

K98k . Gereinigt

K98, Ansichten 2

Deutsche Mauser Hsc Pistole

Mauser HSc. Fundzustand

Mauser HSc und Zubehör. Hortfund.

Die Waffe wurde mit Zubehörteilen in einem Einmachglas versteckt.



Mauser HSc. Gereinigt

Mauser HSc Bodenfund. Gereinigt.

Mosin-Nagant und Carcanos 3 und 4

Das Mosin-Nagant war das russische Standardgewehr im 1. Weltkrieg und teilweise auch im 2. Weltkrieg. Die russischen Waffenkonstrukteure haben bis heute einen sehr guten Ruf. Das Mosin-Nagant war ein gutes Gewehr. Lang, aber genau. Ausgewählte Exemplare wurden mit einem Zielfernrohr versehen und an Scharfschützen ausgegeben. Auch die Deutschen schätzten dieses Gewehr und insbesondere die Scharfschützenversion.

Carcano Nr. 3 Fundzustand

Carcano Gewehr. 6.5 mm. Fundzustand.

Carcano Nr. 4 und Mosin Nagant Fundzustand

Carcano und Mosin-Nagant Gewehre.

Verschluss 2 cm Kanone, evtl. MG 151/20

Verschluss 20 mm Flak

Zunächst hielt ich diesen Fund für ein obskures Maschinenteil. Gesamtlänge ca. 25 cm. Es handelt sich jedoch um den Verschluß ein automatischen Waffe. Der Fundort läßt vermuten, dass es sich um eine kleinkalibrige Flak handelte, vermutlich eine 2 cm Flak wie die MG 151/20.
Da der Gegenstand unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fällt, musste ich mich davon trennen.

Handfeuerwaffenmunition USA und Deutschland

Patronen im Kaliberbereich 8-12.7 mm (0.3 bis 0.5 Zoll) sind der am häufigsten gefundene Munitionstyp. Nachfolgend einige Beispiele.


Gruppe 1

Munition und Kleinteile

2. Weltkrieg

Diese Objekte wurden auf einem einsam gelegenen Hügel gefunden, der offenbar einst von deutschen Soldaten besetzt war. Vielleicht haben dort auch einige das Ende des Krieges abgewartet. Zu den Funden zählen Gewehrmunition, Zeltheringe, Augenringe von Gasmasken, sowie verschiedenste Kleinteile. Es wurden vier verschiedene Arten von Gewehrmunition gefunden, darunter auch französische Lebel Patronen, was symbolisch für den chaotischen Zustand der deutschen Truppen in den letzten Kriegstagen ist.

Gruppe 2

K98k, Carcano und BMG 50 Munition.

Die italienische Carcano 6.5 mm Munition unten links und die deutsche 8 mm K98k Patronen rechts gehörten zu deutschen Truppen.

Die großen 12.7 mm Projektile und die leere Hülse unten Mitte gehörten zum schweren US Maschinengewehr cal. 50, Browning Machine Gun, abgekürzt BMG 50. Diese sehr erfolgreiche Konstruktion des Herrn Browning, die schon im ersten Weltkrieg zum Einsatz kam, wird noch heute in vielen Armeen der Welt verwendet. Ein einziges Geschoss dieser verheerenden Waffe hat eine kinetische Energie von 25.000 bis 30.000 Joule, was ausreicht, ein Auto um 2 m anzuheben. Zum Vergleich: Das übliche 8mm Gewehr hat etwa 8000 Joule and eine Pistole etwa 500. In Deutschland fallen übrigens alle Waffen mit mehr als 7.5 Joule unter das Waffenrecht.

Heute verwenden extrem weitreichende Scharfschützengewehre dieses Kaliber. Mit einer solchen Waffe erzielte ein kanadischer Scharfschütze im 2. Irakkrieg einen bestätigten Treffer über mehr als 2000m Distanz.

Im Gegensatz zur üblichen Infanteriemunition wurde BMG auch in Varianten produziert, die dem Sucher potenziell gefährlich werden können und deren Auffindwahrscheinlichkeit ein Wort der Warnung rechtfertigt. Zum Beispiel gibt es eine Brandversion, die durch einen blauen Geschosskopf und zwei Ringe markiert ist. Wer häufig BMG 50 Munition findet, solte sich mit der Farbcodierung vertraut machen. Auch, wenn die Farbe nach Jahrzehnten im Erdboden teilweise verschwunden ist.

Die winzigen Partikel links von der BMG 50 Patrone waren ihre Füllung. Zylinder, 2 mm lang und 1mm Durchmesser, aus dem organischen Explosivstoff. Sie erscheinen schwarz, weil sie zum Schutz vor statischer Elektrizität einen Kohleüberzug haben.

BMG 50 Patronen werden in Süddeutschland weitaus häufiger gefunden als US Munition kleineren Kalibers, sprich Kaliber 30. Im Gegensatz zu seinem deutschen Opponenten hatte der US Soldat Material im Überfluss. Bis zum heutigen Tag ist ihre materielle Ausstattung die größte Stärke der US Soldaten.

Wie groß das militärische Elend auf deutscher Seite in den letzten Kriegstagen war, zeigen auch die verrosteten Geschossköpfe der K98 Munition auf der rechten Bildseite. In der Endphase mussten die Projektile aus Flusseisen gefertigt werden, weil nicht mehr genug Kupfer zur Verfügung stand. Für den Lauf ist so ein hartes Material natürlich schädlich.

Ebenfalls typisch ist, dass in den letzten Wochen des Krieges deutsche Munition weggeworfen, US Munition jedoch verschossen wurde.

BMG 50 Hülsen

BMG 50 Bodenstempel.

Einige Böden von BMG 50 Hülsen. Die Stempelung verrät Ort und Jahr der Fertigung. Z.B. bedeutet "SL 4", dass die Patrone 1944 in Saint Louis gefertigt wurde.

K98k Hülsen

K98 Munitionshort.

Eine Gruppe entsorgter K98k Patronen.

Deutsche Panzerfaust

Panzerfaust, Fundzustand

Eine billige und leichte Panzerabwehrwaffe. Abgebildet ist das Abschussrohr ohne Sprengkopf.

Deutsche 88 mm Hülse

88 mm Hülse.

Die deutsche 88 mm Flak gilt allgemein als die beste Waffe ihrer Art im 2. Weltkrieg.

Eine Patronenhülse der berühmten deutschen 88mm Kanone. Für viele Soldaten die beste Kanone des gesamten zweiten Weltkriegs.

Legalisierung von gefundenen Schusswaffen

In Deutschland ist es illegal, Waffen, Waffenteile oder Munition ohne Genehmigung (Waffenbesitzkarte WBK) zu besitzen. Dennoch gibt es Wege, auch ohne WBK legal mit Waffenfunden umzugehen. Diese werden nachfolgend beschrieben.

Der Autor empfiehlt, Waffenfunde mit den Waffenbehörden (nicht mit der Polizei) zu diskutieren anstatt sie im Keller zu verstecken und in mondlosen Nächten im Schein der Taschenlampe zu betrachten. Er besprach Funde von Maschinenpistolen mit dem BKA und Funde von Gewehren und Revolvern mit dem Kreisverwaltungsreferat. Manchmal war es etwas mühevoll, aber in fast allen Fällen wurde gemeinsam ein Weg gefunden, dass der Autor seine Funde - ggf. delaboriert - behalten durfte. Das Gefühl gegen eine Wand zu reden, wie bei den Denkmalschutzbehörden, stellte sich nie ein.

Wenn der Finder bereit ist - z.B. nach einer ausführlichen Fotosession - seinen Fund abzugeben, so kann er dies ohne Probleme bei der Polizei tun. Der Autor hat stets erwähnt, dass er die Funde mit einem Metalldetektor gemacht hat, und stieß nie auf Probleme, teilweise jedoch auf freundliches Interesse ("Wir haben einen Kollegen, der findet auch sowas.") Auch, wenn der Fund schon einige Wochen her war.

Die Kosten für die Delaborierung z.B eines Gewehrs liegen typisch bei ca. 50-75 Euro. In ländlichen Gegenden weniger, in Großstädten mehr. Die Abgabe bei der Polizei ist natürlich kostenlos.

Methode 1a. Übergabe an die Polizei.

Fundmeldung Polizei Carcano Gewehr

Es ist unklar, ob die Polizei immer eine schriftliche Empfangsbestätigung ausstellt. Der Autor erhielt für ein Carcano diese Bestätigung, für abgegene Munition nie.


Methode 1b: Abgabe bei den Waffenbehörden

Waffenabgabe Bestätigung MP40

Nach den Erfahrungen des Autors stellen Waffenbehörden (z.B. Kreisverwaltungsreferat) immer eine schriftliche Empfangsbestätigung aus. Hier z.B. für eine MP40 Maschinenpistole, die zum damaligen Zeitpunkt nicht legalisiert werden konnte. (Seit der Novelle des Waffengesetzes in 2003 besteht diese Möglichkeit.)



Methode 2: Expertise durch Sachverständigen

Expertise Beschussamt Mauser HSc

Natürlich möchten Sucher ihre Funde behalten. Wege dazu werden nachfolgend beschrieben.

Diese Methode basiert auf eine Expertise eines Waffensachverständigen, dass der Fund seine Waffeneigenschaft im Sinne des Waffengesetzes verloren hat. Das Bild zeigt eine Bestätigung des Beschussamtes München für eine gefundene Mauser HSc Pistole (s.o.).

Eine solche Bestätigung muss durch zertifizierte Sachverständige ausgestellt worden sein um Rechtssicherheit zu bieten. Ein Schreiben eines Freundes aus dem Schützenverein reicht nicht.

Methode 3: Durch Büchsenmacher delaboriert.

Delaborierung Gewehr 98 d. Büchsenmacher.

Dies ist üblicherweise bei Langwaffen wie Gewehren erforderlich. Es scheint, das keine irdische Beschädigung, die einem Gewehr wiederfahren kann, ihm seine Waffeneigenschaft in den Augen der Behörden verlieren lässt. Egal, wie stark es verrostet ist oder wie stark ein Soldat seinen Lauf verbog. Die Behörden bestehen i.d.R. auf Delaborierung durch einen Büchsenmacher. Der führt einige, im Waffengesetz genau aufgeführten Veränderungen durch. Es werden mehrere Löcher in den Lauf gebohrt, gehärtete Stahlstifte in den Lauf gelötet und der Verschlusskopf im 45 Grad Winkel abgeschliffen.
Man selber darf diese Tätigkeiten nicht durchführen.



Verwandte Themen

Siehe 2. Weltkrieg Bajonette Bodenfunde

Siehe 2. Weltkrieg Sonstige Bodenfunde

Siehe Sondengängersuche Rückzugsroute 17. SS Division 'Götz von Berlichingen' Teil 1

Siehe Sondengängersuche Rückzugsroute 17. SS Division 'Götz von Berlichingen' Teil 2


Hinweis

Siehe Disclaimer, Abschnitt Waffenrecht

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